23. September 2026

Netzexpress: Der Weg für den schnelleren lokalen Netzausbau ist frei

Bern. Der Nationalrat hat heute in der Differenzbereinigung zum Netzexpress die für den Verteilnetzausbau entscheidenden Punkte bereinigt. Damit stehen wichtige Massnahmen fest, mit denen erneuerbare Energien schneller ins Netz integriert werden können. Die aeesuisse begrüsst diesen wichtigen Schritt und fordert einen raschen Abschluss der Vorlage sowie eine zügige Inkraftsetzung durch den Bundesrat.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien bedingt den Ausbau und Weiterentwicklung des Verteilnetzes in den Dörfern und Quartieren. Das Parlament hat daher diverse Massnahmen final beschlossen, die Verfahren vereinfachen und Bürokratie abbauen:

  • Trafostationen können bei Platzmangel erleichtert ausserhalb der Bauzone erstellt werden. 
  • Verteilnetzanlagen auf Netzebene 5 innerhalb der Bauzone kann das ESTI nachträglich bewilligen. Das bringt einen Zeitgewinn von ein bis anderthalb Jahren. 
  • Energiespeicher für Strom und Wärme können erleichtert ausserhalb der Bauzone gebaut werden. 
  • Verteilnetzanlagen über 1 kV erhalten nationales Interesse, etwa wenn der Netzausbau wegen eines Windparks oder einer grossen PV-Anlage nötig ist. 
  • Bestehende Höchstspannungsleitungen können auf ihrem bisherigen Trassee ersetzt oder saniert werden. Weil keine alternativen Varianten mehr geprüft werden müssen, verkürzt sich die Planung deutlich. 

 

Die Energiewende findet im Dorf und im Quartier statt 

Die aeesuisse hat sich gemeinsam mit den Mitgliedern ihrer Fachgruppe Energienetze von Beginn an für Verbesserungen auf den unteren Netzebenen eingesetzt. Der Bundesrat hatte in seinem Entwurf primär Erleichterungen für das Übertragungsnetz von Swissgrid vorgesehen. Dank der Beschlüsse des Parlaments dürfte der lokale Netzausbau nun deutlich schneller vorankommen und die Integration der Erneuerbaren einfacher werden. 

«Die Energiewende entscheidet sich nicht bei den grossen Übertragungsleitungen, sondern im Dorf und im Quartier. Genau dort hat das Parlament mit dem Netzexpress angesetzt. Jetzt braucht es einen raschen Abschluss und eine zügige Inkraftsetzung, damit Solaranlagen, Wärmepumpen und Speicher schneller ans Netz kommen», sagt Fabienne Thomas, Co-Geschäftsführerin der aeesuisse. 

Weitere Informationen

Fabienne Thomas, Co-Geschäftsführerin aeesuisse | 079 919 11 82

Simon Dalhäuser, Leiter Kommunikation aeesuisse | 079 772 06 56 

 

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