21. September 2026
Energiewende in den Kantonen: Neuer aeesuisse-Monitor zeigt grosse Unterschiede
Die Umsetzung der Energiewende erfolgt zu einem grossen Teil in den Kantonen. Mit dem kantonalen Energiemonitor macht die aeesuisse sichtbar, wie weit die Kantone bei der Umsetzung der Energie- und Klimaziele fortgeschritten sind und wie gross die Unterschiede zwischen ihnen sind.
Die Kantone spielen eine Schlüsselrolle für den Erfolg der Energiewende in der Schweiz. Sie gestalten die regulatorischen Rahmenbedingungen im Gebäudebereich, der rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und mehr als 20 Prozent der inländischen Treibhausgasemissionen verursacht. Gleichzeitig gewinnen Gebäude als Produzenten erneuerbarer Energie zunehmend an Bedeutung. Darüber hinaus verfügen die Kantone in Bereichen wie Raumplanung und Baurecht über wichtige Handlungsspielräume, die sie zugunsten der Energiewende nutzen können.
Orientierung im föderalen Energielabor
Die föderale Struktur der Schweiz ermöglicht unterschiedliche Ansätze in der Energiepolitik. Innovative Kantone können neue Vorschriften und Förderinstrumente erproben und damit wichtige Impulse für die gesamte Schweiz setzen. Gleichzeitig erschweren die unterschiedlichen Regelungen den Überblick über den Stand der Energiewende.
Wie gross die Unterschiede ausfallen können, zeigt der Energiemonitor exemplarisch beim Heizungsersatz: Während Kantone wie Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Waadt, Genf, Uri und Zürich für alle Bauten bereits einen Mindestanteil erneuerbarer Energien von 100 Prozent vorschreiben, kennen Kantone wie Solothurn bislang keine entsprechende Vorgabe.
Gemeinsam mit ihren kantonalen Sektionen engagiert sich die aeesuisse für die Energiewende vor Ort und schafft mit dem Energiemonitor eine neue Grundlage für die energiepolitische Diskussion in den Kantonen. Anhand ausgewählter Indikatoren zeigt er auf, wie gut die Rahmenbedingungen für die Energiewende in den einzelnen Kantonen ausgestaltet sind und wo die Kantone im interkantonalen Vergleich stehen.
Sechs Indikatoren zum Start
Derzeit bietet der kantonale Energiemonitor den Überblick über sechs Indikatoren:
- Die Vorschriften zum Heizungsersatz
- Die PV-Pflicht bei Neubauten
- Die PV-Pflicht bei der Sanierung bestehender Gebäude
- Grenzwert für Graue Energie bei Gebäuden
- Stand der festgelegten Eignungsgebiete für Windenergie
- Konzentrierte Verfahren für Windenergieanlagen von nationalem Interesse
Der Energiemonitor wird laufend weiterentwickelt und um zusätzliche Indikatoren ergänzt. «Der Energiemonitor macht sichtbar, was in den Kantonen bereits gut funktioniert und wo noch Handlungsbedarf besteht», sagt Stefan Batzli, Co-Geschäftsführer der aeesuisse. «Die föderale Vielfalt ist eine Chance: Kantone können voneinander lernen und ihre Rahmenbedingungen gezielt weiterentwickeln, damit die Energiewende in der ganzen Schweiz vorankommt.»
Weitere Informationen
Stefan Batzli, Co-Geschäftsführer aeesuisse I 079 420 46 66
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