Erneuerbare Energien

Vorteile statt Vorurteile

Merkblätter für die Branchen

Energiestrategie 2050

MITMACHEN

Werden Sie jetzt Mitglied der AEE SUISSE!

MITMACHEN

Werden Sie Partner der AEE SUISSE

Kantone

Die AEE SUISSE ist in 16 Kantonen präsent

Fokusthema Bauwirtschaft: Bildung, Forschung und Entwicklung

Ziele und Forderungen der AEE SUISSE

Nachhaltiges Bauen ist ein integraler Bestandteil von Bildung, Forschung und Entwicklung; im Vordergrund stehen dabei Verfahrens- und Produktinnovationen.

  1. Aus- und Weiterbildung müssen besser auf Branchenbedürfnisse sowie auf künftige Anforderungen im Zusammenhang mit energieeffizientem Bauen ausgerichtet und entsprechend positioniert werden.
  2. Neue Lernformen müssen dazu beitragen, dass die Hemmschwelle für Weiterbildungen auch bei wenig bildungsaffinen Berufen sinkt.
  3. Bauleiter und Bauführer sind für eine qualitativ hochstehende Umsetzung des nachhaltigen Bauens von grosser Bedeutung. Die Anstrengungen, um qualifizierte Berufsleute zu rekrutieren und zu halten, müssen deshalb weiter verstärkt werden. 

  4. Die Forschung und Entwicklung im Bereich von Verfahrens- und Produktinnovationen muss forciert werden, um die Qualität und Effizienz von Produktions- und Bauprozessen zu verbessern. Dabei spielt das digitale Bauen eine zunehmend wichtige Rolle.

Duales Bildungssystem als Chance

Die Bauwirtschaft spielt bei der Umsetzung der Klima- und Energiepolitik eine entscheidende Rolle. Um dieser gerecht werden zu können, braucht es qualifizierte Baufachkräfte. Sie müssen für die verschiedenen Aufgaben rekrutiert und laufend weitergebildet werden. Mit ihrem dualen Bildungssystem befindet sich die Schweiz in einer komfortablen Situation, denn nachhaltiges Bauen hat auch viel damit zu tun, dass praktische Erfahrung mit den Grundprozessen des Bauens einfliesst: Erfahrene Berufsleute wissen, worauf es beim Bauen und in der Gebäudetechnik ankommt und was funktioniert. Es ermöglicht Berufsleuten, sich in planende und Kaderfunktionen weiterzuentwickeln, ihr Wissen in ihre neue Tätigkeit zu integrieren und die Praxis des nachhaltigen Bauens so zu verbessern.

Höherer Stellenwert für Energie

Im Architekturstudium an Hochschulen wird dem Thema Energie und Gebäudetechnik immer noch zu wenig Bedeutung beigemessen. Inzwischen sind aber Ansätze für departementsübergreifende Studiengänge sichtbar, doch Wissenslücken sind weiterhin verbreitet, wenn es um das Thema Energie in der Planung, Ausführung und im Betrieb von Gebäuden geht. Sie sind weniger auf fehlende Weiterbildungsangebote zurückzuführen: Der Weiterbildungskalender von EnergieSchweiz führt 75 Anbieter mit 200 bis 300 Bildungsangeboten zum Thema Energie auf. Doch die Nachfrage ist noch zu gering, denn sowohl für Berufsleute als auch für Arbeitgeber fehlen oft die Anreize.

Weiterbildungskalender von EnergieSchweiz

Bildungsinitiative nötig

In der Charta der Schweizerischen Bauwirtschaft für die energetische Transformation des Gebäudeparks wird darauf hingewiesen, dass die durch die Energiestrategie 2050 angestrebten Effizienz- und Erneuerungsmassnahmen nur mit einer umfassenden Energiebildungsinitiative zu erreichen sind.

Zudem legt die Bauwirtschaft grossen Wert auf die Weiterbildung von Fachleuten im Energiebereich, denn gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wichtige Voraussetzung für die Umsetzung der geplanten Massnahmen. Die Kampagne Wir bauen Energiezukunft weist auf die grosse Vielfalt an Weiterbildungen hin. Das Angebot umfasst höhere Fachprüfungen, Seminare, mehrmonatige Zertifikatskurse sowie Ein- oder Zweitageskurse in verschiedenen Marktbereichen.

Zukunft digitales Bauen

Die Digitalisierung der Wirtschaft ist weit fortgeschritten, doch die Bauwirtschaft hinkt anderen Branchen in dieser Hinsicht hinterher. Welche Bedeutung die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) erlangen kann, zeigt sich im Holzbau schon seit einiger Zeit. Holzbauten werden von der Planung bis zum Zuschnitt häufig mit Computerunterstützung hergestellt. Dies spart Material, garantiert eine bisher nicht erreichte Präzision und bietet Architekten die volle Freiheit bei ihren Entwürfen. Neue Inpulse gehen von den ICT aber auch in anderen Baubereichen aus.
Die Interessengemeinschaft «Bauen digital Schweiz» hat sich zum Ziel gesetzt, das Building Information Modeling (BIM) zu fördern. Dieser computerunterstützte Design-Prozess für Objekte vernetzt digital die gesamte Wertschöpfungskette: Mit BIM stehen virtuelle Modelle von Neubau- oder Sanierungsprojekten allen Beteiligten zur Verfügung. Planer, ausführende Unternehmen, Zulieferer und Facility Management können sie jederzeit nutzen und bearbeiten. Damit erhöht sich die Planungssicherheit.


Download AEE SUISSE Broschüre Bauwirtschaft 2016

AEE SUISSE_Brosch_Bauwirtschaft 2016.pdf (5,1 MiB)